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Haut schützen | UV-Index verstehen 

Warum Sonnenschutz heute wichtiger ist denn je

Die ersten warmen Sonnenstrahlen nach dem Winter tun gut, die Tage werden länger und viele Menschen verbringen wieder mehr Zeit im Freien. Ob Spaziergang, Fahrradfahrt, Gartenarbeit oder Cafébesuch. Sonnenlicht gehört für viele einfach zum Alltag dazu. 

Doch während wir die Sonne genießen, wird ihre Wirkung auf unsere Haut oft unterschätzt. Besonders die unsichtbare UV-Strahlung kann gesundheitliche Folgen haben. Sonnenbrand ist dabei nur die sichtbarste Reaktion. Langfristig kann zu viel UV-Strahlung die Haut vorzeitig altern lassen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen. 

Ein wichtiger Orientierungspunkt für den richtigen Sonnenschutz ist deshalb der sogenannte UV-Index. 

Was bedeutet der UV-Index eigentlich? 

Der UV-Index beschreibt die Stärke der ultravioletten Strahlung der Sonne auf der Erdoberfläche. Er hilft dabei einzuschätzen, wie schnell ungeschützte Haut Schaden nehmen kann. 

Je höher der UV-Index, desto wichtiger werden Schutzmaßnahmen. Für Berlin Kann der UV-Index HIER eingesehen werden.

Die Werte werden auf einer internationalen Skala angegeben: 

  • UV-Index 1–2: geringe Belastung 
  • UV-Index 3–5: mittlere Belastung 
  • UV-Index 6–7: hohe Belastung 
  • UV-Index 8–10: sehr hohe Belastung 
  • UV-Index 11+: extreme Belastung 

Bereits ab einem UV-Index von 3 empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz aktive Schutzmaßnahmen. 

Viele Menschen verbinden intensive UV-Strahlung ausschließlich mit Hochsommer oder Urlaub am Meer. Tatsächlich kann der UV-Index aber schon im Frühjahr überraschend hoch sein – gerade an klaren, sonnigen Tagen. 

Auch wichtig: 
UV-Strahlung ist nicht spürbar. Man merkt also nicht sofort, wann die Haut bereits belastet wird. Zudem schützen Wolken nur begrenzt. Selbst bei leicht bewölktem Himmel erreicht ein großer Teil der UV-Strahlung weiterhin die Haut. 

Wo kann man den UV-Index nachschauen? 

Der UV-Index wird täglich gemessen und prognostiziert. Besonders zuverlässig sind die Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).  

Dort finden Sie: 

  • aktuelle UV-Werte
  • regionale Vorhersagen 
  • Verhaltensempfehlungen  
  • Informationen für Kinder und empfindliche Haut 
  • viele zusätzliche Materialien rund um UV-Schutz  

Die aktuellen Informationen finden Sie HIER.

Warum UV-Strahlung für die Haut problematisch sein kann 

UV-Strahlen dringen in die Haut ein und können dort Zellen schädigen. Kurzfristig zeigt sich das häufig als Sonnenbrand. Langfristig können jedoch dauerhafte Schäden entstehen. 

Mögliche Folgen intensiver UV-Belastung: 

  • vorzeitige Hautalterung
  • erhöhtes Hautkrebsrisiko
  • Pigmentstörungen
  • trockene Haut
  • erhöhte Faltenbildung
  • Augenschäden
  • Schädigung des Bindegewebes

Besonders empfindlich reagieren: 

  • Babys und Kinder
  • Menschen mit heller Haut
  • ältere Menschen
  • Personen mit Hauterkrankungen
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen 

Gerade Kinderhaut benötigt besonderen Schutz, da sie deutlich empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert als die Haut Erwachsener. 

Sonnenschutz im Alltag: Häufig unterschätzt 

beim Spaziergang

Viele denken bei Sonnenschutz zuerst an Strandurlaub oder Freibad. Doch die meiste UV-Belastung entsteht im Alltag, oft ganz nebenbei und auch ohne direkte Sonneinstrahlung. 

  • auf dem Fahrrad
  • beim Spaziergang
  • im Straßencafé
  • beim Sport
  • bei der Gartenarbeit
  • während der Mittagspause
  • auf dem Schulweg
  • beim Autofahren

Besonders wichtig: 
Auch im Auto, in Bus oder Bahn kann UV-Strahlung durch Fenster auf die Haut treffen. Wer regelmäßig längere Strecken fährt oder viel am Fenster sitzt, sollte auch dort an Sonnenschutz denken. 

So schützen Sie sich richtig vor UV-Strahlung

1. Mittagssonne vermeiden 

Zwischen etwa 11 und 16 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Wenn möglich, sollten längere Aufenthalte in direkter Sonne in diese Zeit nicht gelegt werden. 

2. Schatten bevorzugen 

Schatten reduziert die UV-Belastung deutlich. Dennoch gilt: 
Auch im Schatten erreicht reflektierte UV-Strahlung die Haut, beispielsweise über Wasser, Sand oder helle Flächen. 

3. Sonnencreme richtig anwenden 

Ein Sonnenschutzmittel sollte großzügig aufgetragen werden. Viele Menschen verwenden deutlich zu wenig Creme und erreichen dadurch nicht den angegebenen Schutz. Empfehlenswert sind:

  • mindestens Lichtschutzfaktor 30
  • bei empfindlicher Haut eher LSF 50
  • wasserfeste Produkte bei Sport oder Schwitzen 

Wichtig:

  • rechtzeitig vor dem Sonnen auftragen
  • regelmäßig nachcremen
  • regelmäßig nachcremen
  • Ohren, Lippen, Nacken und Fußrücken nicht vergessen 

Nachcremen verlängert die Schutzzeit übrigens nicht unbegrenzt, sondern erhält den bestehenden Schutz. 

4. Kleidung schützt zusätzlich 

Dicht gewebte Kleidung schützt die Haut oft besser als Sonnencreme allein. Besonders sinnvoll sind: 

  • leichte lange Kleidung
  • Sonnenhut oder Kappe
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz

5. Ausreichend trinken 

An heißen Tagen verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Ausreichendes Trinken unterstützt Kreislauf und Wohlbefinden. 

Medikamente und erhöhte Lichtempfindlichkeit 

Ein Thema, das viele Menschen nicht kennen: 
Bestimmte Medikamente können die Haut deutlich empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen. Fachleute sprechen von einer sogenannten Photosensibilisierung. 

Dann reichen manchmal schon kurze Aufenthalte in der Sonne aus, um starke Hautreaktionen auszulösen. 

Mögliche Beschwerden: 

  • intensive Hautrötungen
  • Brennen oder Juckreiz
  • sonnenbrandähnliche Reaktionen
  • Ausschläge
  • Bläschenbildung
  • Pigmentveränderungen

Welche Medikamente können betroffen sein? 

Es gibt zahlreiche Arzneimittel, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen können. Dazu gehören unter anderem: 

Antibiotika 

Zum Beispiel: 

  • Doxycyclin 
  • Ciprofloxacin 

Schmerzmittel und Entzündungshemmer 

Einige Wirkstoffe aus der Gruppe der NSAR: 

  • Ibuprofen 
  • Diclofenac 
  • Naproxen 

Entwässerungsmittel 

Bestimmte Diuretika gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche. 

Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen 

Psychopharmaka 

Einige Medikamente gegen Depressionen oder andere psychische Erkrankungen. 

Akne-Medikamente 

Pflanzliche Präparate 

Auch Johanniskraut kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen.

Unser Tipp aus der Witzleben Apotheke 

Achten Sie nicht nur auf die Außentemperatur, sondern auch auf den UV-Index. Selbst an kühleren oder leicht bewölkten Tagen kann die UV-Belastung hoch sein. 

Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und unsicher sind, ob diese die Lichtempfindlichkeit beeinflussen, sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie individuell zu: 

  • geeignetem Sonnenschutz 
  • Lichtschutzfaktor 
  • empfindlicher Haut 
  • Sonnenschutz für Kinder 
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten 

Denn guter Sonnenschutz ist Gesundheitsvorsorge, nicht nur im Urlaub, sondern jeden Tag. 

Genießen Sie die Sonne bewusst und schützen Sie Ihre Haut langfristig. 

 

Sonnige Grüße vom Team der Witzleben Apotheken 

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