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Den Gelenken zuliebe, aktiv gegen den Schmerz

Zirka 80% aller Blutungen bei Hämophilie sind Gelenkblutungen. Sie führen zu Schmerzen, Schwellungen und erheblichen Bewegungseinschränkungen, die auf Dauer zu sogenannten Zielgelenken führen. Besonders häufig trifft es die Knie- oder Sprunggelenke und Ellenbogen. Die Folge dauerhafter Blutungen sind Gelenkveränderungen, die das Treppensteigen und andere Bewegungen im Alltag unerträglich machen. Da bereits eine Blutung das Gelenk schädigen kann, ist es wichtig, diese unbedingt zu vermeiden.

Raus aus dem Teufelskreis

Das Unheil kennt jeder Hämophilie-Patient. Es kribbelt, wird warm und die Bewegungen fallen zunehmend schwerer, denn nun beginnen Schwellungen und Schmerzen bei einer Gelenkblutung. Je nachdem, wie schnell das geronnene Blut abgebaut werden kann, sinkt die Gefahr weiterer Blutungen. Die müssen durch eine passende Therapie unbedingt vermieden werden, denn wiederholte Gelenkblutungen führen zu Wucherungen. Durch die so zerstörten Knochen und den Knorpel steigt die Gefahr einer fortschreitenden Gelenkzerstörung.

Sieben auf einen Streich gegen Gelenkblutungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gelenkblutungen zu vermeiden oder zumindest ihre Gefahr zu minimieren. Je mehr Sie von unseren Vorschlägen in Ihren Alltag integrieren, desto beweglicher können Sie das Leben genießen.

  1. Das richtige Gewicht: Jedes Kilo Übergewicht führt zu einer zusätzlichen Belastung der Gelenke. Die sollte vermieden werden.
  2. Die richtige Ernährung: Viel Obst und Gemüse versorgt Sie mit den wichtigsten Nährstoffen, verhindert Übergewicht und senkt bei der richtigen Lebensmittelauswahl die Entzündungsbereitschaft des Körpers.
  3. Auf den Körper hören: Wer bei einer Blutungsvermutung schnell reagiert, verhindert durch das Ruhigstellen, Kühlen und Hochlagern längere Genesungsphasen und ist so bald wieder fit.
  4. Regelmäßiger und achtsamer Sport: Sportarten wie Tai Chi, Schwimmen, Wandern oder Rudern können Bewegungsabläufe verbessern und die Gelenke stärken. Beim Zusammenstellen des richtigen Trainingsprogramms helfen Ihnen Physiotherapeuten und Ihr behandelnder Arzt.
  5. Die regelmäßige Einnahme vorbeugender Medikamente: Sollten Sie immer wieder Gelenkblutungen haben, lassen Sie sich am besten medikamentös neu einstellen. Möglicherweise ist ein Therapiewechsel sinnvoll.
  6. Den richtigen Zeitpunkt wählen: Nach einer akuten Gelenkblutung sollten Sie sich unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten darüber abstimmen, wann die richtige Zeit für eine erneute Trainingsaufnahme gekommen ist und welche Übungen Ihnen jetzt guttun.
  7. Stress vermeiden: Wie alle Menschen steigt bei Stress und Hektik die Unfallgefahr. Versuchen Sie, Ihren Alltag so zu organisieren, dass er möglichst vermieden wird.

Gut zu wissen

Lebensmittel mit Omega-3 Fettsäuren wie Fisch oder Pflanzenöl (Oliven- oder Leinöl.) haben Einfluss auf die Entzündungsbereitschaft Ihres Körpers. Zweimal auf dem wöchentlichen Speiseplan können Sie Ihre Gesundheit positiv beeinflussen.

Fazit

Schmerzhafte Gelenkblutungen vermeiden Sie am besten, wenn Sie unseren ganzheitlichen Ansatz berücksichtigen und sich und Ihre Gelenke im Alltag passgenau schonen und belasten.

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