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Pinktober – Brustkrebs geht uns alle an

Der Oktober wird jährlich weltweit genutzt, um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen. Die pinke Schleife, das Symbol im Pinktober, soll daran erinnern, wie wichtig eine regelmäßige Vorsorge ist. Denn: Brustkrebs kann uns alle treffen und je früher Veränderungen im Brustgewebe erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

Die Aktion Pinktober wurde 1985 von der American Cancer Society ins Leben gerufen. Mit dem pinken Monat, symbolisiert durch die Pink Ribbon (pinke Schleife), soll auf das Thema Brustkrebs, dessen Früherkennung, Behandlungsmöglichkeiten, die Erforschung und Vorbeugung aufmerksam gemacht werden.

Unter Brustkrebs, in der Fachsprache Mammakarzinom genannt, versteht man eine bösartige Entartung des Brustgewebes. In den meisten Fällen ist das Drüsengewebe betroffen. Die Tumore treten dabei in der Regel im oberen, äußeren Teil der Brust, also in der Nähe der Achselhöhle auf. Dabei bleibt es selten bei einem Knoten, häufig entwickeln sich an verschiedenen Stellen in der Brust Tumore.

Brustkrebs – gute Heilungschancen durch Früherkennung

Brustkrebs ist derzeit weltweit die mit Abstand häufigste Krebsart bei Frauen. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Das Risiko an Brustkrebs zu erkrankten steigt mit dem 40. Lebensjahr, besonders häufig betroffen sind Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. Doch, obwohl die Zahl an Neuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, sterben heute weniger Frauen an Brustkrebs als vor 10 Jahren. Dies liegt vermutlich an neuen Therapiekonzepten, aber auch an verbesserten Früherkennungsmethoden und einem gestiegenen Bewusstsein der Patientinnen für die Wichtigkeit der Vorsorge. Umso früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser kann die Krankheit behandelt werden.

Brustkrebs beim Mann

Nicht nur Frauen können an Brustkrebs erkranken: Etwa 1 Prozent aller Brustkrebs-Erkrankungen betreffen Männer. Da Brustkrebs als typische Frauenkrankheit gilt, wird diese Tumorart bei Männern oft erst recht spät entdeckt. Auch wenn die erkrankten Männer von den guten Versorgungsstrukturen profitieren, gibt es aufgrund der geringen Anzahl an Betroffenen wenig wissenschaftlich fundierte Patienteninformationen. Weitere Informationen: Netzwerk Männer mit Brustkrebs e. V.

Brustkrebs-Vorsorge rettet Leben

Anders als bei anderen Krankheiten macht sich Brustkrebs nicht unbedingt durch Schmerzen bemerkbar. Gerade deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge so wichtig. Die Früherkennung von Brustkrebs erhöht nicht nur die Chancen auf Heilung, auf langjähriges Überleben und den Erhalt der Lebensqualität, sie ermöglicht häufig auch den Einsatz weniger belastender Therapiemethoden als in späteren Stadien der Krankheit.

Es gibt verschiedene Verfahren, Tumore im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen. Frauen ab dem 30. Lebensjahr können im Rahmen des gesetzlichen Mammakarzinom Früherkennungsprogramms einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung durch *den/die Frauenarzt/-ärztin in Anspruch nehmen. Dabei werden die Brüste und Lymphknoten sowie die umliegenden Bereiche bis zu den Achselhöhlen abgetastet. Für Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen alle zwei Jahre ein Mammographie Screening (Röntgenuntersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung) in zertifizierten Screening-Einheiten.

Ergänzend gibt es weitere Angebote zur Brustkrebs-Vorsorge als freiwillige Kassenleistung: Ultraschall der Brust, Kurse zur Selbstuntersuchung der Brust, genetische Beratungen und Stammbaumanalyse bis hin zu Discovering Hands – einer medizinischen Tastuntersuchung durch speziell ausgebildete blinde oder sehbehinderte Frauen.

Selbstuntersuchung der Brust – Selbstliebe bedeutet Prävention

Selbstuntersuchung der Brust – Selbstliebe bedeutet Prävention

Die Erfahrung zeigt, dass es nichts Besseres gibt, als die Brust regelmäßig, d.h. einmal monatlich, mit den eigenen Händen abzutasten. Das ist nicht nur eine wertvolle und wichtige Ergänzung zu den medizinischen Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen, sondern gibt mit der Zeit auch ein besseres Gefühl für den eigenen Körper und dessen Veränderungen. Etwa 80 Prozent der Mammakarzinome werden entdeckt, weil die Patientinnen selbst Veränderungen in ihrer Brust feststellten.

Frauen vor den Wechseljahren sollten dies am besten eine Woche nach Beginn der Regelblutung tun. Dann ist die Brust besonders weich, Knoten lassen sich besser erstasten. Frauen ab den Wechseljahren und Männern empfehlen wir, sich einmal im Monat einen festen Termin im Kalender vorzumerken.

So tasten Sie Ihre Brust ab:

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre.
  • Betrachten Sie Ihre unbekleidete Brust aus unterschiedlichen Perspektiven und Positionen im Spiegel: Bei herabhängenden und nach oben gestreckten sowie in die Hüften gestemmten Armen und bei vorgebeugtem Oberkörper.
  • Tasten Sie Ihre Brust und ihre Achselhöhlen im Stehen mit der flachen Hand spiralförmig von innen nach außen ab.
  • Idealerweise wiederholen Sie das systematische Abtasten der Brust im Liegen. Für den äußeren Bereich der Brust und die Achselhöhle eignet sich die Seitenlage am besten. Kleiner Tipp: Legen Sie sich ein kleines Kissen unter die Schulter auf der Seite, deren Brust Sie untersuchen wollen.

Sollten Sie beim Abtasten Ihrer Brust ein oder mehrere der untenstehenden Symptome feststellen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Schmerzen an einer Stelle in der Brust
  • Veränderung der Größe, Form oder Lage einer Brust
  • Veränderung der Haut (z.B. Orangenhaut, unklare Rötung)
  • Absonderung von Flüssigkeit aus der Brustwarze
  • Veränderung einer Brustwarze
  • Knötchen in einer Brust, über der Brust oder in den Achselhöhlen
  • Gewichtsabnahme ohne erkennbaren Grund

Wichtig: Auch wenn Sie eines dieser Symptome an sich wahrnehmen, denken Sie bitte daran, dass die meisten Erkrankungen der Brust gutartig sind, aber einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Kann ich Brustkrebs vorbeugen?

Die eigentlichen Ursachen für Brustkrebs sind noch nicht ausreichend bekannt. Es gibt jedoch eine ganze Reihe an Risikofaktoren, die nachweislich das Risiko beeinflussen können, an Brustkrebs zu erkranken:

  • Lebensalter
  • Hormonelle Situation (z.B. hormonelles Ungleichgewicht oder Hormontherapie)
  • Lebensstil (Rauchen, Alkoholkonsum, fettreiche Ernährung, wenig Bewegung, Übergewicht)
  • Ererbte Risikogene

Kann ich Brustkrebs wirksam vorbeugen? Diese Frage bewegt viele Frauen. Es ist wichtig, dass Sie sich nicht verrückt machen und gleichzeitig lernen, dem eigenen Körper gegenüber achtsam zu sein, um Veränderungen besser und frühzeitig wahrnehmen zu können.

Diese Achtsamkeit sollte jede/r von uns auch sich selbst gegenüber entwickeln. Es ist erwiesen, dass ein gesunder Lebensstil, also ausreichend Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung das Risiko an Krebs zu erkranken deutlich minimieren. Auch eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen kann Krebs vorbeugen, denn ein gesunder, ausreichend mit Nährstoffen versorgter Körper ist weniger anfällig.

Ihre Onkologie Fachapotheke

Als Onkologie-Kompetenz-Apotheke ist das Thema Brustkrebs für uns natürlich nicht nur im #pinktober relevant. Wir beraten und betreuen unsere Kund:innen das ganze Jahr über in Berlin und Brandenburg sowie überregional persönlich, per Text, Chat oder Video.

So stehen wir Brustkrebs-Krebspatient:innen vor, während und nach der Krebstherapie neben der pharmazeutischen Versorgung mit einer hochwertigen Rundum-Betreuung zur Seite. Außerdem sind wir auch präventiv für Sie da, und unterstützen Sie bei einer geplanten Änderung Ihres Lebensstils beratend und mit für Sie geeigneten Produkten – sei es bei einer Ernährungsumstellung, bei der Aufwertung der täglichen Nahrung mit Nahrungsergänzungsmitteln, bei der Raucherentwöhnung oder wenn es um einen gesunden Schlaf geht.